Burgstall

Die Burgstaller Kirche “St. Stephanus” fasziniert wegen ihrer Lage, ihrer Baugeschichte, ihrer uralten Fresken und auch wegen der Menschen, die sich um alles kümmern.

Der Weg zur Kirche führt über den Bauernhof der Familie Sellmair. Nicht daran vorbei, sondern wirklich mittendurch: Dort, hinter Wohnhaus und Nebengebäuden streckt sich das Burgstaller Kirchlein stolz in die Höhe, thront auf dem Berg, auf dem – da sind sich die Historiker ganz sicher – irgendwann wirklich einmal eine Burg stand, die dem Ort seinen Namen gegeben hat.

St. Stephanus

Parkende Autos zu Gottesdienstzeiten vor allen Stalltüren und den Garagen – für die Sellmairs ist das ganz normal. Sie kennen und wollen es gar nicht anders, sind der kleinen Stephanuskirche auch emotional eng verbunden: 63 Jahre lang war Jakob Sellmair dort Mesner, übergab den Dienst 2016 an seine rührige Nachfolgerin Maria Neumayr. Die Kirche verfügt über 72 Sitzplätze und zwei Glocken.

 

Die Wände sind weiß, die Gewölbe ebenfalls, die Apsis, das halbrunde Kirchenhaupt mit dem aus groben, weißen Steinen gemauerten Altar, kommt ganz ohne Schmuck aus. Sie ist der älteste Teil der Kirche, war einst Kapelle der verschwundenen Burg und lenkt den Blick auf das Herzstück der Kirche: Um die 700 Jahre alte Fresken, die bei Innenrenovierungsarbeiten 1969 unter einer gut drei Zentimeter dicken Putzschicht vom damaligen Restaurator Jakob Holderried entdeckt wurden.

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