Königsfeld

Die Pfarrkirche stammt in ihrem gotischen Chor aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Langhaus und Turm enthalten sogar noch ältere, romanische Bauteile. Das Langhaus ist schlicht, den Chor prägt ein Sterngewölbe, dessen Rippen auf Konsolen sitzen, die als Engelsfiguren gestaltet sind. Ein Schlussstein enthält die Figur der Kirchenpatronin, der heiligen Margareth, die beiden anderen zwei Wappenschilde. 1660 hatte die Kirche drei Altäre, geweiht der heiligen Margareth, dem heiligen Emmeram und der heiligen Anna. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche der damaligen Zeit gemäß eingerichtet, davon sind allerdings nur mehr Reste vorhanden, beispielswiese die Apostelbilder an den Emporen. Prägnant ist die Darstellung der Schmerzhaften Muttergottes am Grab der Frau von Schmädel, 1780 auf Kupfer gemalt von J. R. Schöpf. Der Turm wurde im Laufe der Zeit mehrfach renoviert und erhielt 1893 die rund 450 Kilogramm schwere Josephsglocke.

Ende des 19. Jahrhunderts sollte das Langhaus statt der schlichten Kalkdecke ein Rabitzgewölbe erhalten, aus Kostengründen jedoch wurde nichts daraus und die Kirche bekam schließlich 1905 einen Holzplafond, im gleichen Stil bemalt wurde der Chor der Kirche, ebenfalls 1905 wurde zudem eine neue Orgel eingebaut.

Der um die Kirche angeordnete Königsfelder Friedhof enthält eine Besonderheit, nämlich Schießscharten in der Friedhofsmauer. Pfarrer Reindl schreibt in seiner Chronik dazu: „Das erinnert daran, dass er nicht nur dem Frieden, sondern auch Kampfeszwecken diente.“

 

 

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